FDP Bezirksverband Ruhr

14.02.2012

Reform der Pflegeversicherung

Ulrike Flach im Einsatz für das Ruhrgebiet

Ulrike Flach MdB Mit der Reform der Pflegeversicherung erwartet uns in diesem Jahr ein nächstes Großprojekt der liberalen Gesundheitspolitik. Bundesgesundheitsminister Bahr hat Ende Januar den Referentenentwurf vorgestellt. Neben dem, vor allem durch die Veröffentlichung von Rudi Assauers Alzheimer-Erkrankung, viel beachteten Schwerpunkt der Verbesserung der Leistungen für Demenzkranke, beinhaltet der Entwurf jedoch noch weitere wichtige Punkte. Für das dicht besiedelte Ruhrgebiet mit seinen strukturell demografischen Herausforderungen spielt dabei vor allem die häusliche Pflege eine wichtige Rolle. Es wird in Zukunft immer mehr pflegebedürftige Menschen geben.

Gleichzeitig haben viele Pflegebedürftige den Wunsch, so lange wie möglich in eigener häuslicher Umgebung leben zu können. Dieser Herausforderung, versucht das Gesundheitsministerium mit gezielten Anreizen zur Förderung alternativer Wohnformen zu begegnen.

Selbstorganisierte Wohngruppen, in denen sich mehrere Pflegebedürftige zusammentun und gemeinsame Pflegdienstleistungen in Anspruch nehmen, gibt es schon heute. Wir wollen diese Möglichkeit der Pflege in einer häuslichen Umgebung jedoch noch intensiver fördern, da sie erstens dem Wunsch vieler Pflegebedürftiger entspricht und gleichzeitig die Pflegekasse und damit die Beitrag zahlende junge Generation entlastet. Die Heimpflege ist und bleibt die teuerste Pflegevariante.

Für eine so genannte „Pflege-WG“ sollen Pflegebedürftige eine Pauschale von 200 € monatlich für die Beschäftigung einer Kraft für die Organisation und Sicherstellung der Pflege erhalten. Außerdem wird der Einsatz einzelner, selbstständiger Pflegekräfte in den Wohngruppen erleichtert. Darüber hinaus wird als Anreiz für die Gründung neuer Wohngruppen ein Programm aufgelegt, aus dem eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 2.500 € je Pflegebedürftigen bei max. 10.000 € je Wohngruppe für die erforderliche, pflegegerechte Umgestaltung der Wohnung erfolgt. Wir möchten den Menschen die Möglichkeit geben, sich eine gemeinsame häusliche Pflege zu ermöglichen, die sich der Einzelne alleine vielleicht nicht leisten kann bzw. gar nicht so große Unterstützung braucht. Wenn sich zum Beispiel vier Pflegebedürftige der Pflegestufe 1 zusammenschließen, stehen Ihnen zusammen bis zu 3400 Euro monatlich zur Verfügung, mit der man sich schon eine gute Unterstützung leisten kann.





www.fdp.de